20 Sep 2026

Erntezeit: Mehr Vorsicht auf der Straße

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(kunid) Traktoren, Mähdrescher und Erntemaschinen sind groß, schwer und deutlich langsamer als der übrige Verkehr. Gerade auf Landstraßen sind jetzt vorausschauendes Fahren, ausreichend Abstand und Geduld besonders wichtig.

Während der Erntezeit können landwirtschaftliche Fahrzeuge unvermittelt aus Feldwegen oder Einfahrten auf die Straße gelangen. Hochgewachsener Mais oder Getreide kann zusätzlich die Sicht einschränken. Riskante Überholmanöver sollten deshalb vermieden und die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen angepasst werden.

„Auch wenn man eine Strecke gut kennt, können sich die Bedingungen während der Erntezeit täglich ändern“, erklärt Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik.

Schlamm kann Fahrbahn gefährlich glatt machen

Eine oft unterschätzte Gefahr sind Erde und Schlamm, die von landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf die Fahrbahn gelangen. Bei Regen kann daraus ein rutschiger Schmutzfilm entstehen. Die Reifen verlieren an Haftung, der Bremsweg verlängert sich und Fahrzeuge können ins Schleudern geraten.

Besonders gefährlich sind solche Stellen für Motorrad- und Mopedfahrer. Bei sichtbaren Verschmutzungen empfiehlt es sich daher, das Tempo frühzeitig zu reduzieren und abrupte Brems- oder Lenkmanöver möglichst zu vermeiden.

Auch die Landwirtschaft selbst ist gefordert: Größere Erd- und Schmutzmengen müssen von Reifen oder Fahrzeugen entfernt werden, bevor öffentliche Straßen befahren werden. Wird eine verschmutzte Fahrbahn zur Ursache eines Unfalls, können rechtliche Konsequenzen folgen.

Ladung muss sicher verstaut sein

Die Pflicht zur Ladungssicherung betrifft nicht nur landwirtschaftliche Betriebe. Auch wer beispielsweise Obst, Gemüse oder Grünschnitt mit Auto oder Anhänger transportiert, muss dafür sorgen, dass nichts verrutschen oder auf die Straße fallen kann.

Bei Verstößen drohen laut ÖAMTC Strafen von bis zu 10.000 Euro. Wird die Verkehrssicherheit gefährdet, kann zusätzlich eine Vormerkung im Führerscheinregister erfolgen. Verlorene Ladung, die einen Unfall verursacht, kann außerdem Schadenersatzforderungen und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Netz, Plane und Spanngurte verwenden

Größere Ladungen können mit Spanngurten oder Zurrketten fixiert werden. Anti-Rutschmatten bieten zusätzlichen Halt. Lose kleinere Transporte wie Obst, Gemüse oder Grünschnitt sollten vollständig mit einem Netz oder einer Plane abgedeckt werden.

Schwere Gegenstände gehören im Auto möglichst tief in den Kofferraum und unmittelbar an die Rücksitzlehne. So wird verhindert, dass sie bei einer starken Bremsung nach vorne geschleudert werden.

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