09 Aug 2026

Wildcampen kann teuer werden

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(kunid) Ob das Übernachten mit Wohnmobil oder Zelt erlaubt ist, hängt vom jeweiligen Land und in Österreich sogar vom Bundesland ab. Verstöße können hohe Geldstrafen nach sich ziehen.

Das sogenannte Wildcampen ist in Österreich nur eingeschränkt erlaubt. Nach Angaben des Österreichischen Camping Clubs (ÖCC) gelten je nach Bundesland unterschiedliche Vorschriften, teilweise entscheiden sogar Gemeinden über entsprechende Verbote oder Ausnahmen.

Unterschiedliche Regeln in Österreich

Während das Campieren in einigen Bundesländern unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, gilt in Tirol, Wien, Kärnten und Niederösterreich grundsätzlich ein Verbot. In Oberösterreich und Vorarlberg können Gemeinden eigene Regelungen erlassen. Zusätzlich sind vielerorts naturschutzrechtliche Bestimmungen zu beachten. Vor allem in Schutzgebieten drohen empfindliche Strafen von bis zu 14.500 Euro.

Nicht jedes Übernachten ist automatisch erlaubt

Rechtlich wird häufig zwischen dem bloßen Abstellen eines Fahrzeugs und dem eigentlichen Campieren unterschieden. Wer Markise, Campingmöbel oder einen Grill aufstellt, erfüllt in vielen Fällen bereits die Voraussetzungen für Camping. Ob auch das Übernachten im Fahrzeug zulässig ist, richtet sich nach den jeweiligen Landes- und Gemeindevorschriften.

Auch im Ausland gelten unterschiedliche Bestimmungen

Wer mit dem Wohnmobil ins Ausland reist, sollte sich ebenfalls vorab informieren. In beliebten Urlaubsländern wie Kroatien, Portugal oder Griechenland ist freies Campieren grundsätzlich verboten. Andere Staaten erlauben das Übernachten außerhalb offizieller Plätze nur unter bestimmten Bedingungen oder für eine begrenzte Zeit.

Deutlich großzügiger sind die Regelungen in Teilen Nordeuropas. In Ländern wie Norwegen oder Schweden erlaubt das sogenannte Jedermannsrecht das Zelten in der Natur mit Einschränkungen. Für Wohnmobile gelten jedoch auch dort eigene Vorschriften. Wer eine Reise mit dem Wohnmobil plant, sollte sich deshalb bereits vor der Abfahrt über die geltenden Bestimmungen im jeweiligen Urlaubsland informieren.

Unabhängig vom Reiseziel empfiehlt es sich, ausgewiesene Stell- oder Campingplätze zu nutzen sowie Natur und Anrainer zu respektieren. So lassen sich nicht nur Konflikte und hohe Geldstrafen vermeiden, sondern auch Umwelt und Landschaft schützen.

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