13 Jul 2026

Mehr Schäden durch Kinder im Sommer

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(kunid) Von Juni bis August werden rund 36 Prozent mehr Haftpflichtschäden durch Kinder gemeldet als in den Wintermonaten. Häufig entstehen Schäden beim Spielen im Freien oder durch wechselnde Betreuungssituationen.

In den Sommermonaten steigt das Risiko für Haftpflichtschäden durch Kinder deutlich an. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Helvetia Österreich, die Schadenmeldungen aus den Jahren 2016 bis 2025 ausgewertet hat. Demnach werden zwischen Juni und August durchschnittlich 36 Prozent mehr Schäden gemeldet als in den Wintermonaten.

Ferien verändern den Alltag

Ein Grund dafür ist, dass Kinder in der Ferienzeit mehr Zeit im Freien verbringen und häufiger in Situationen sind, in denen Missgeschicke passieren können. Sie fahren Rad, spielen in Wohnanlagen, Parks oder auf Spielplätzen und sind öfter bei Verwandten, Freundinnen und Freunden oder in externer Betreuung.

„Im Sommer sind Kinder aktiver, häufiger draußen unterwegs und in exponierten Situationen – etwa beim Radfahren in Parks oder beim Spielen in Wohnanlagen und auf Spielplätzen“, erklärt Andreas Gruber, Vorstand Schaden-Unfall von Helvetia Österreich. Gleichzeitig würden in den Ferien oft die Betreuungssituationen wechseln. Diese Faktoren erhöhten die Wahrscheinlichkeit für Missgeschicke und damit auch das Schadenaufkommen.

Typische Schäden im Sommer

Zu den typischen Sachschäden zählen eingeschlagene Fensterscheiben, beschädigte Vasen, Dellen an Autos oder Schäden durch Zusammenstöße mit Fahrrädern und E-Scootern. Auch auf Spielplätzen, in Parks oder Wohnanlagen kann es rasch zu Schäden an fremdem Eigentum kommen.

Wie hoch die finanziellen Folgen sein können, hängt vom Einzelfall ab. Besonders teuer können Schäden an wertvollen Gegenständen, Kunst- oder Ausstellungsstücken werden. Ob solche Fälle gedeckt sind, richtet sich nach dem konkreten Versicherungsvertrag.

Polizze genau prüfen

Besondere Aufmerksamkeit empfiehlt Helvetia bei der Betreuung innerhalb der Familie. Manche Haftpflichtversicherungen schließen Schäden im familiären oder erweiterten verwandtschaftlichen Umfeld aus oder decken sie nur eingeschränkt ab. Das kann etwa relevant werden, wenn Kinder in den Ferien bei den Großeltern betreut werden.

Entscheidend sind unter anderem Deckungssumme, Ausschlüsse und die Frage, ob Kinder ausreichend mitversichert sind. Auch Schäden an besonders wertvollen Gegenständen oder in betreuenden Haushalten sollten in der Polizze klar geregelt sein.

Schutz vor hohen Kosten

Kinder verursachen Schäden meist nicht absichtlich. Dennoch können die finanziellen Folgen erheblich sein. Ein ausreichender Haftpflichtschutz ist daher gerade in den Sommermonaten wichtig, wenn das Risiko nachweislich steigt.

Vor den Ferien empfiehlt sich ein Blick in die eigene Polizze. So lässt sich klären, welche Schäden gedeckt sind, ob Kinder mitversichert sind und ob der Schutz auch bei Betreuung durch Verwandte, Freundinnen oder Freunde gilt.

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