14 Jun 2026

Mit dem Auto Richtung Adria

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(kunid) Rund 70 Prozent der Österreicher fahren laut ÖAMTC-Reisemonitoring 2026 mit dem Pkw in den Sommerurlaub. Besonders gefragt sind Italien und Kroatien. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich vorab über Mautsysteme und lokale Fahrverbote informieren.

Italien und Kroatien führen auch 2026 die Liste der beliebtesten Sommerreiseziele der Österreicher an. Laut ÖAMTC-Reisemonitoring planen rund sieben von zehn Urlaubern die Anreise mit dem Auto. Damit gewinnen Fragen zu Maut, Verkehrsregeln und Zufahrtsbeschränkungen an Bedeutung. „Gerade zum Thema Maut bekommen wir immer wieder Anfragen von Mitgliedern, die sich unsicher sind, was nun wo gilt“, sagt ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek.

Besonderheiten in Italien

Wer mit dem Auto nach Italien reist, sollte vor allem auf einzelnen Autobahnabschnitten im Raum Mailand aufmerksam sein. Auf den Autobahnen A21, A33, A36, A59 und A60 wird die Maut teilweise über das sogenannte Free-Flow-System eingehoben. Die Kennzeichen werden elektronisch erfasst, Mautstellen gibt es dort nicht mehr.

Eine Registrierung kann vorab online erfolgen. Wer dies versäumt, hat laut ÖAMTC bis zu 15 Tage Zeit, die Gebühr nachträglich zu begleichen. Danach drohen Mahn- und Inkassoverfahren.

Zu beachten sind außerdem die sogenannten ZTL-Zonen („Zona a Traffico Limitato“) in vielen historischen Stadtzentren. Für die Einfahrt ist eine Genehmigung erforderlich. Ohne Berechtigung können Strafen von rund 100 E verhängt werden. Befindet sich das Hotel innerhalb einer solchen Zone, sollte die Zufahrtsgenehmigung vorab mit dem Hotel abgeklärt werden.

Digitale Maut in Kroatien kommt später

Für Kroatien gibt es laut ÖAMTC eine Entwarnung. Zwar arbeitet das Land an einem digitalen Mautsystem, die Einführung erfolgt jedoch schrittweise erst ab Herbst 2026. Der landesweite Start ist für März 2027 vorgesehen.

Für die Urlaubssaison 2026 bleibt daher alles beim bisherigen System: Bei der Auffahrt auf die Autobahn wird ein Ticket gezogen, bezahlt wird beim Verlassen der Strecke. Die Gebühren richten sich nach Fahrstrecke und Fahrzeugkategorie. Die Bezahlung ist weiterhin bar oder mit Karte möglich.

Vignette für Slowenien nicht vergessen

Wer über Slowenien nach Kroatien fährt, benötigt auf Autobahnen und Schnellstraßen eine gültige E-Vignette. Diese kann online oder an ÖAMTC-Stützpunkten erworben werden. Der Kaufbeleg sollte aufbewahrt werden.

Neu ist, dass die Schnellstraße H5 zwischen Triest und Koper derzeit vignettenfrei befahren werden kann. Auch auf der H6 zwischen Koper und Izola fällt keine Gebühr an.

Für die Durchfahrt durch den Karawankentunnel wird weiterhin eine gesonderte Maut eingehoben. Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen beträgt sie derzeit 9 E pro Fahrt. Digitale Streckenmauttickets können bereits vor Reiseantritt erworben werden.

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