07 Jun 2026

Heiße Zeit lässt Unfallrisiken ansteigen

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(kunid) Experten von der Allgemeine Unfallversicherungs-Anstalt (AUVA) und vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) weisen Jahr für Jahr auf ein erhöhtes Unfallrisiko im Sommer im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz hin. Umfragen zeigen weiters, dass es bei der Hälfte der privaten Wasserflächen wie Pools und Biotopen an Sicherungsmaßnahmen mangelt. Kleinkinder können aber schon bei geringer Wasserhöhe ertrinken, wird gewarnt.

An der Verkehrsunfallstatistik lässt sich ablesen, dass gerade im Sommer viele schnell „in die Freizeit“ wollen. Pro Monat passieren laut Statistik Austria aktuell 3.150 Verkehrsunfälle mit Personenschäden. Zwischen Juni und August sind es in Summe mehr als 12.000.

„Gerade bei der Anfahrt zum Urlaub mit dem Auto holt viele Erholungssuchende nochmals mit geballter Ladung der Stress ein, häufig in Form eines Staus auf der Reiseroute. Eine zeitliche Planung der Autofahrt mit dem Ziel, sicheren oder erwartbaren Staus aus dem Weg zu gehen, ist das Um und Auf“, mahnt ein Verkehrsexperte und empfiehlt Reisenden, Pausen einzulegen, gerade bei Hitze ausreichend zu trinken und nicht Freitagmittag oder Samstagvormittag aufzubrechen.

Gefährlicher Wasserspaß für die Kleinen

Auf eine besondere Gefahr in Bezug auf Kinder wird hingewiesen: Ertrinken sei bei Kleinkindern die zweithäufigste Todesursache. Die meisten Ertrinkungsunfälle mit Kleinkindern passieren im eigenen Garten oder in der unmittelbaren Wohnumgebung, zum Beispiel bei den Nachbarn. Einer Erhebung unter 760 Pool- oder Teichbesitzern zufolge sind knapp 50 Prozent der privaten Wasserflächen nicht gesichert. Von den Haushalten mit Kindern unter zehn Jahren gaben mehr als ein Drittel an, dass ihre Wasserflächen nicht gesichert sind.

Kleinkinder können aber schon bei einer Wassertiefe von zehn Zentimetern ertrinken. Denn Kinder unter fünf Jahren reagieren in Panik nicht vernünftig und es gelingt ihnen folglich nicht, den Kopf eigenständig aus dem Wasser zu ziehen, sondern sie verfallen in eine Starre mit Atemsperre. Experten raten daher, rasch Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen: Wer einen Swimmingpool oder ein Biotop im Garten hat, sollte diese offene Wasserfläche umzäunen; und zwar auch dann, wenn man selbst keine Kinder hat, aber etwa in der Nachbarschaft Kinder zu Hause sind.

Eine Mindesthöhe von einem Meter und eine Tür, die von Kindern nicht geöffnet werden kann, sind dabei wichtig. Auch Querlatten sollten für den Zaun nicht benutzt werden: Sie laden Kinder geradezu zum Klettern ein. Für kleinere Wasserflächen wie Brunnen oder Zierbiotope eignen sich – entsprechend belastbare – Gitterkonstruktionen unter der Wasseroberfläche. Ganz grundsätzlich gelte aber: Kinder dürfen in der Nähe von Gewässern nie unbeaufsichtigt gelassen werden.

In den Sommermonaten steigt das Risiko eines Arbeitsunfalls

Nicht nur bei Freizeitaktivitäten können kommende hochsommerliche Temperaturen negative Auswirkungen zeitigen: Auch ein erhöhtes Unfallrisiko am Arbeitsplatz ist gegeben. Denn Reaktions-Geschwindigkeit und Koordinationsfähigkeit sinken bei Temperaturen von 30 Grad um ein Viertel, bei 35 Grad ist bereits mit 50 Prozent Leistungseinbuße zu rechnen. Die Hitze wird dadurch zum Risikofaktor und die Fehlerhäufigkeit und das Unfallrisiko steigen.

Bei Arbeiten im Freien zeigt sich ebenfalls, dass die höchsten Unfallraten in den wärmsten Monaten zu verzeichnen sind. Vor allem im Juli steige die Zahl der Unfälle, im Jahresvergleich um rund zehn Prozent. 

Ausreichend Flüssigkeit, Arbeitspausen, ein Sonnenschutz und grundsätzlich natürlich eine vernünftige Selbsteinschätzung wird wie immer in diesem Zusammenhang empfohlen.

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