06 Sep 2026

So bleibt der Rasen gesund

0 Kommentare

(kunid) Zu kurz, zu selten oder zum falschen Zeitpunkt gemäht: Bei der Rasenpflege können kleine Fehler langfristig sichtbare Folgen haben. Entscheidend sind eine zum Rasentyp passende Schnitthöhe, scharfe Messer und eine Bewässerung, die das Wachstum tiefer Wurzeln unterstützt.

Für klassische Zierrasenflächen empfiehlt sich eine Schnitthöhe von etwa drei bis vier Zentimetern. Ein stärker beanspruchter Gebrauchsrasen darf mit vier bis fünf Zentimetern etwas länger bleiben. In schattigen Bereichen sind fünf bis sechs Zentimeter sinnvoll, weil die Gräser dort weniger Licht bekommen und längere Halme für die Energiegewinnung benötigen.

Nicht zu viel auf einmal abschneiden

Beim Mähen hilft die sogenannte Ein-Drittel-Regel: Bei einem Durchgang sollte höchstens ein Drittel der Halmlänge entfernt werden. Ist der Rasen beispielsweise nach dem Urlaub stark gewachsen, sollte er nicht sofort auf die gewohnte Höhe zurückgeschnitten werden. Besser ist es, ihn über mehrere Tage schrittweise zu kürzen.

Wie häufig gemäht werden muss, hängt vom Wachstum ab. Im Frühjahr und Sommer kann während der Hauptwachstumsphase ein- bis zweimal pro Woche notwendig sein. Im Herbst reicht häufig ein wöchentlicher Schnitt, bei Trockenheit und Kälte entsprechend weniger.

Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle. Bei großer Hitze und praller Mittagssonne sollte der Rasenmäher stehen bleiben. Besser eignen sich der späte Vormittag oder frühe Abend. Nasses Gras lässt sich ebenfalls schlecht mähen und kann den Mäher verstopfen.

Unabhängig vom verwendeten Gerät sollten die Messer scharf sein. Stumpfe Klingen schneiden die Halme nicht sauber, sondern reißen sie ab. Das kann die Gräser schwächen und anfälliger für Krankheiten machen.

Mulchen kann Nährstoffe liefern

Wer das Schnittgut beim Mähen fein zerkleinert auf der Fläche belässt, führt dem Boden einen Teil der darin enthaltenen Nährstoffe wieder zu. Mulchen eignet sich allerdings vor allem bei trockenem und nicht zu langem Gras. Bei feuchtem oder stark gewachsenem Rasen ist es besser, das Schnittgut aufzufangen, damit keine dichte Schicht entsteht und Pilzerkrankungen nicht begünstigt werden.

Lieber seltener und gründlich gießen

Bei der Bewässerung gilt: Seltener und dafür ausgiebig ist in der Regel besser als täglich ein wenig Wasser. Häufiges oberflächliches Gießen fördert flache Wurzeln und macht den Rasen empfindlicher gegenüber Trockenperioden. Das Wasser sollte den Boden etwa zehn bis 15 Zentimeter tief durchfeuchten.

Als Orientierung können bei trockenem Wetter rund 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter notwendig sein. Ob tatsächlich gegossen werden muss, lässt sich einfach kontrollieren: Ist der Boden in rund zehn Zentimetern Tiefe noch trocken, benötigt der Rasen Wasser.

Der beste Zeitpunkt dafür ist am frühen Morgen. Dann verdunstet vergleichsweise wenig Wasser und die Feuchtigkeit kann tief in den Boden eindringen. Bleibt der Rasen nach abendlichem Gießen dagegen lange feucht, können Pilzerkrankungen begünstigt werden.

Wie häufig Wasser benötigt wird, hängt auch vom Boden ab. Sandige Böden trocknen schneller aus, während lehmige Böden Wasser länger speichern, dafür aber anfälliger für Staunässe sind. Sichtbare Fußspuren, eingerollte Halme und eine bläulich-graue Färbung können Anzeichen dafür sein, dass der Rasen zu wenig Wasser bekommt.

[zum Anfang]