26 Jul 2026

Betrugsfallen auf Urlaubsreisen

0 Kommentare

(kunid) Der ÖAMTC warnt vor falschen Pannenhelfern, dem sogenannten Spiegeltrick und weiteren Betrugsmaschen. Besonders Autofahrer im Ausland sollten aufmerksam sein.

Mit dem Auto in den Urlaub zu fahren bedeutet Flexibilität – kann Reisende im Ausland aber auch ins Visier von Betrügern bringen. Nach Angaben des ÖAMTC nutzen Täter häufig Sprachbarrieren, Ortsunkenntnis und Stresssituationen aus. Wer die gängigsten Betrugsmaschen kennt, kann das Risiko deutlich verringern.

Vorsicht beim Spiegeltrick

Zu den bekanntesten Betrugsformen zählt der sogenannte Spiegeltrick. Dabei täuschen Täter einen Zusammenstoß vor und behaupten, der Außenspiegel ihres Fahrzeugs sei beschädigt worden. Anschließend verlangen sie sofort Bargeld für den angeblichen Schaden.

Der ÖAMTC rät, ohne erkennbare Hinweise auf einen Unfall nicht anzuhalten. Wer dennoch stehen bleibt, sollte möglichst im Fahrzeug bleiben und die Polizei verständigen. In vielen Fällen ziehen sich die Betrüger dann zurück.

Falsche Pannenhelfer

Nach einer Panne auf der Autobahn erscheinen mitunter scheinbar zufällig Abschleppdienste, noch bevor offizielle Hilfe organisiert werden kann. Betroffene werden häufig in weit entfernte Werkstätten gebracht und mit überhöhten Abschlepp- oder Reparaturkosten konfrontiert.

Der Mobilitätsclub empfiehlt deshalb, im Pannenfall ausschließlich den eigenen Schutzbriefanbieter oder die Versicherung zu kontaktieren und keine spontanen Angebote unbekannter Helfer anzunehmen.

Diebstahl nach fingierter Panne

Eine weitere Betrugsmasche besteht darin, Fahrzeuge während eines Zwischenstopps unbemerkt zu manipulieren. Nach der Weiterfahrt kommt es zu einer Panne, worauf vermeintliche Helfer erscheinen. Während sie den Fahrer ablenken, stehlen Komplizen Wertgegenstände aus dem Fahrzeug.

Nach längeren Pausen empfiehlt es sich daher, das Auto vor der Weiterfahrt kurz zu kontrollieren. Muss unterwegs angehalten werden, sollten Türen verriegelt bleiben und bei verdächtigen Situationen die Polizei verständigt werden.

Ruhe bewahren

Grundsätzlich gilt: Bargeld sollte nicht unter Druck bezahlt werden. Bei angeblichen Unfällen oder Pannen empfiehlt es sich, Beweise zu sichern und offizielle Hilfe oder die Polizei einzuschalten. Nach Einschätzung des ÖAMTC lassen sich viele Betrugsversuche bereits dadurch verhindern, dass Reisende ruhig bleiben und sich nicht zu vorschnellen Entscheidungen drängen lassen.

[zum Anfang]