13 Jul 2026

Elektroautos treiben den Automarkt

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(kunid) Im Mai wurden in der EU drei Prozent mehr Neuwagen zugelassen als im Vorjahr. In Österreich fiel das Plus mit fünf Prozent etwas stärker aus.

Der europäische Neuwagenmarkt hat seinen moderaten Wachstumskurs fortgesetzt. Im Mai stiegen die Neuzulassungen in der Europäischen Union um drei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im bisherigen Jahresverlauf ergibt sich damit ein Plus von vier Prozent. Auch Österreich verzeichnete Zuwächse: Im Mai wurden fünf Prozent mehr Neuwagen zugelassen, seit Jahresbeginn beträgt das Plus 13 Prozent.

Elektroautos legen deutlich zu

Besonders dynamisch entwickelte sich erneut der Markt für Elektroautos. EU-weit stiegen deren Neuzulassungen im Mai um 43 Prozent, während Plug-in-Hybride um zwölf Prozent zulegten. Dagegen gingen die Zulassungen von Benzinern um 20 Prozent und jene von Diesel-Pkw um 19 Prozent zurück.

In Österreich erhöhte sich der Absatz von Elektroautos um 22 Prozent, Plug-in-Hybride legten um 18 Prozent zu. Gleichzeitig sanken die Neuzulassungen von Benzinern um zehn Prozent und von Dieselfahrzeugen um vier Prozent.

Trotz des Wachstums liegt der europäische Automarkt weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Im Vergleich zum Jahr 2019 wurden zuletzt noch immer rund 22 Prozent weniger Neuwagen zugelassen.

Chinesische Hersteller holen auf

Auch die Marktanteile der Hersteller verschieben sich weiter. Chinesische Automarken konnten ihre Neuzulassungen seit Jahresbeginn um 57 Prozent steigern und ihren Marktanteil in der EU von sechs auf neun Prozent ausbauen. Damit stammt mittlerweile etwa jeder elfte neu zugelassene Pkw in der Europäischen Union von einem chinesischen Hersteller.

Zu den größten Gewinnern zählen Marken wie Leapmotor, Chery und BYD. Gleichzeitig verloren mehrere etablierte Hersteller Marktanteile, darunter Renault, Ford, Hyundai und Toyota.

Große Unterschiede in Europa

Der Anteil von Elektroautos unterscheidet sich innerhalb Europas weiterhin deutlich. In elf der 27 EU-Mitgliedstaaten lag der Marktanteil batterieelektrischer Fahrzeuge im Mai unter zehn Prozent. In sieben Ländern überschritt er dagegen bereits die Marke von 30 Prozent.

Besonders hoch ist der Elektroauto-Anteil in den nordischen Ländern, während die Nachfrage in Osteuropa weiterhin vergleichsweise gering bleibt. Insgesamt zeigt sich, dass die Elektromobilität in Europa zwar weiter an Bedeutung gewinnt, sich ihre Verbreitung regional jedoch sehr unterschiedlich entwickelt.

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