05 Jul 2026

Sicher fahren trotz Sommerhitze

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(kunid) Locker sitzendes Schuhwerk und eine ungünstige Sitzposition können im Ernstfall wertvolle Reaktionszeit kosten. Der ÖAMTC empfiehlt daher auch im Sommer, auf sicheres Fahrverhalten zu achten.

Bei steigenden Temperaturen greifen viele Autofahrer zu Flip-Flops oder Badeschuhen und fahren nach dem Badesee oder Strandbesuch direkt los. Nach Einschätzung der ÖAMTC-Fahrtechnik kann dies in Gefahrensituationen zum Problem werden. Rutscht der Fuß vom Pedal oder lässt sich das Bremspedal nicht mit ausreichend Kraft betätigen, kann sich der Bremsweg verlängern oder das Fahrzeug schlechter kontrollieren lassen.

Schuhwerk beeinflusst die Kontrolle

Besonders ungeeignet sind lose sitzende Schuhe, die leicht verrutschen oder sich zwischen den Pedalen verklemmen können. Empfohlen werden Schuhe mit fester Passform und rutschfester Sohle, die eine kontrollierte Kraftübertragung auf die Pedale ermöglichen.

Eine gesetzliche Vorschrift für bestimmtes Schuhwerk gibt es in Österreich zwar nicht. Sollte ungeeignetes Schuhwerk jedoch nachweislich zu einem Unfall beigetragen haben, können im Einzelfall haftungs- oder versicherungsrechtliche Konsequenzen entstehen.

Wer im Sommer offene Schuhe trägt, sollte deshalb geeignete Ersatzschuhe im Fahrzeug mitführen. Nicht benötigtes Schuhwerk sollte anschließend sicher verstaut werden, damit es während der Fahrt nicht in den Fußraum rutscht.

Auch die Sitzposition zählt

Neben dem Schuhwerk spielt auch die Sitzposition eine wichtige Rolle für die Fahrsicherheit. Ist die Rückenlehne zu weit nach hinten geneigt oder der Sitz zu weit vom Lenkrad entfernt, kann das schnelle Reagieren erschwert werden. Auch das Bremspedal lässt sich dann häufig nicht mit voller Kraft betätigen.

Empfohlen wird eine möglichst aufrechte Sitzposition. Das Lenkrad sollte mit beiden Händen in der sogenannten 9-und-3-Uhr-Position gehalten werden. Dadurch lässt sich das Fahrzeug auch bei Ausweich- oder Bremsmanövern besser kontrollieren.

Gefahr auf dem Beifahrersitz

Von einer weit verbreiteten Urlaubsgewohnheit rät der ÖAMTC ebenfalls ab: Füße auf dem Armaturenbrett. Gurt und Airbag sind für eine aufrechte Sitzposition ausgelegt. Werden die Beine bei einem Aufprall durch den Airbag nach hinten geschleudert, können schwerste Verletzungen die Folge sein.

Schon kleine Verhaltensänderungen können daher dazu beitragen, das Risiko im Straßenverkehr zu verringern und im Ernstfall schneller reagieren zu können.

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