Die Grillsaison startet: Vorsicht ist geboten
(kunid) Die ersten wärmeren Tage an langen Wochenenden oder in den Osterferien sind ideal für eine Grillparty. Doch Vorsicht: Rund 1.000 Unfälle jährlich belegen, dass das Hantieren mit offenem Feuer nicht ungefährlich ist.
Am riskantesten ist die Anfangsphase, wenn die Kohle angezündet wird. Wenn dazu – was leider immer wieder vorkommt – Benzin oder Spiritus verwendet wird, kann eine Stichflamme mit verheerenden Folgen entstehen, Der Flammenstrahl kann bis zu zehn Meter lang werden.
Auch während des Grillens muss man ständig aufpassen, weil ein plötzlicher Windstoß den Griller umwerfen oder sich tropfendes Fett entzünden kann.
Wie hilft die Versicherung?
Trotz aller Vorsicht kann natürlich immer etwas passieren, dann ist es gut, richtig versichert zu sein. Dazu zählen jedenfalls eine private Unfallversicherung und eine Haftpflichtversicherung.
Weil Grillen ein Freizeitvergnügen ist, kommt die gesetzliche Unfallversicherung nicht für die finanziellen Folgen des Unfalls auf. Wenn Ihre Gäste zu Schaden kommen oder andere Sachschäden entstehen, schützt Sie eine private Haftpflichtversicherung vor finanziellen Überraschungen.
Für Gartenmöbel, die versehentlich durch das Feuer des Grillers in Brand geraten, kommt unter Umständen die Hausratversicherung auf. Viele, aber nicht alle Versicherer zählen die Gartenmöbel mit zum Hausrat, der auch gegen einen Brandschaden abgesichert ist.
Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist, dass der Brand nicht grob fahrlässig verursacht wurde, denn dann kann die Versicherung die Zahlung im Verhältnis zur Schwere der Schuld reduzieren. Grob fahrlässig ist es zum Beispiel, Brennspiritus zum Anzünden der Grillkohle zu verwenden.
Tipps fürs sichere Grillen
Der beste Schutz ist natürlich die wirksame Vorbeugung gegen Unfälle. Brandexperten geben folgende Tipps, die für ein erholsames und sicheres Grillvergnügen sorgen:
• Der Grill muss einen festen Stand auf einer nicht brennbaren Unterlage haben.
• Grillen Sie nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen und halten Sie mit dem Grill immer einen Abstand von mindestens einem Meter zu brennbaren Materialien und Gegenständen ein.
• Nehmen Sie zum Anzünden sichere Anzündhilfen wie Brennpaste, Würfel oder Holzspäne. Giessen Sie beim Holzgrill auf keinen Fall brennbare Flüssigkeit nach.
• Grillgut erst auflegen, wenn die Anzündhilfe vollständig verbrannt ist. Das erkennt man daran, dass die Grillkohle vollständig von einer weißen Ascheschicht überzogen ist.
• Lassen Sie den Grill nie unbeaufsichtigt, besonders nicht wenn Kinder in der Nähe sind. Die Kleinen müssen immer einen Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern einhalten, besonders dann, wenn sie in der Nähe spielen.
• Bedenken Sie, dass sich herabtropfendes Fett in der Glut entzünden und hohe Flammen schlagen kann. Verwenden Sie deshalb spezielle Alu-Grillschalen.
• Tragen Sie eine Grillschürze sowie Handschuhe, um Verbrennungen zu vermeiden, und verwenden sie eine Grillzange mit hitzeisolierten Griffen. Ziehen Sie für das Grillen keine wehende Kleidung an, weil sie durch fliegende Funken in Flammen geraten kann.

