22 Feb 2026

Gipshax’n haben Hochsaison

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(kunid) Experten schlagen Alarm: Die Schwere der Unfälle auf Skipisten nimmt zu, weil immer mehr Sportler viel zu rasant – meist mit ihren Carving-Skier – unterwegs sind. Zu den Schmerzen kommen oft noch große finanzielle Belastungen.

Die Olympischen Spiele sind vorbei, doch es gibt weiterhin viele Skifahrer, die zu schnell auf den heimischen Pisten unterwegs sind. Experten warnen eindringlich zu mehr Vorsicht, denn die Unglücksfälle haben immer schlimmere Folgen.

Verletzungen an Kopf und Wirbelsäule

Die Notärzte an Bord der Rettungshubschrauber haben viel zu tun: Neben den klassischen Beinbrüchen müssen sie immer öfter auch schwerste Verletzungen versorgen, vor allem Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen und bedrohliche Schnittwunden.

In diesen Fällen spricht vor allem der Faktor Zeit für die Erstversorgung durch einen Notarzthubschrauber. Wer die hohen Kosten dafür trägt, ist allerdings oft nicht eindeutig klar.

Die Sozialversicherungs-Träger erkennen nur knapp ein Fünftel aller Flugrettungseinsätze als medizinisch notwendig an. Wenn der Flugtransport medizinisch nicht begründet, aber wegen des Geländes notwendig war und der Transport zum Krankenhaus auch mit dem Rettungswagen möglich gewesen wäre, muss der Verletzte die Kosten zur Gänze selbst tragen.

In sehr schweren Fällen übernimmt die Krankenkasse zwar einen Teil der Kosten, meist aber nur zu rund einem Drittel. Die Krankenversicherung kommt auch nicht für die Spesen für den Heimtransport vom Urlaubsort zum Wohnort auf.

Krankenkasse rät zu Unfallversicherung

Angesichts der Finanzprobleme, die sich aus einem Ski- oder Snowboardunfall ergeben können, raten Experten dringend zum Abschluss einer privaten Unfallversicherung, die in solchen Fällen einspringt und die Betroffenen vor einem finanziellen Debakel bewahrt.

Sie bietet neben der Auszahlung eines Unfallkapitals zur Finanzierung von Wohnungsumbau, Heimhilfe etc. und der Erstattung der Kosten für Bergung, Therapie und Rückholung auch Taggeld- und Spitalsgeldleistungen sowie eine individuell vom Einkommen unabhängig frei wählbare Unfallrente. Ihr Versicherungsmakler berät Sie dazu gerne.

Die beste Versicherung gegen Unfälle ist allerdings die Vorbeugung durch vernünftiges Verhalten auf der Piste. Hier ein paar Tipps:

So schützt man sich am besten

  • Eine angepasste und vor allem beherrschbare Geschwindigkeit fahren, das eigene Können nicht überschätzen und die Fahrweise den Schneeverhältnissen anpassen. Glattgewalzte Pisten, extrem harter Schnee und vor allem immer besseres Material führen vielfach zu weit überhöhtem Tempo.
  • Die eigene Kondition richtig einschätzen, rechtzeitig Pause machen und Alkohol vermeiden. Ein Sechs-Stunden Schitag überfordert viele Hobbysportler, deshalb passieren die meisten Schiunfälle in der Zeit zwischen 14 und 16 Uhr. wobei neben Müdigkeit oft auch intensiver Alkoholkonsum mit im Spiel ist.
  • Rücksicht auf andere Schifahrer nehmen und Abstand lassen, sowohl beim Überholen als auch beim Hintereinanderfahren. Anhalten soll man nur an gut einsehbaren Stellen und immer am Pistenrand. Speziell bei fahrenden Pistenraupen sind extrem große Sicherheitsabstände nötig.
  • Die Pistenmarkierungen beachten, um den jeweiligen Schwierigkeitsgrad richtig einzuschätzen. Blau beschilderte Abfahrten sind leicht, rote etwas schwieriger und schwarze nur für geübte Sportler geeignet.
  • Abfahrten abseits der markierten Strecken unbedingt vermeiden und Hinweise auf eine mögliche Lawinengefahr keinesfalls ignorieren. Vorsicht ist nicht zuletzt deswegen geboten, weil die Bergung aus unwegsamem Gelände in der Regel schwierig ist.
  • Nur innerhalb der kontrollierten Zeiten zu fahren und darauf achten, das die letzte Abfahrt ins Tal unbedingt bei Tageslicht und vor der letzten Kontrollfahrt des Pistendienstes erfolgt. Schon kleine Unfälle in der Dämmerung oder gar bei Dunkelheit können durch die Wartezeit auf den Pistendienst dramatische Folgen haben.
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