Umfrage: Bescheidenes Vertrauen in Altersvorsorge
(kunid) Nur rund drei von zehn Österreichern gehen laut einer Umfrage davon aus, dass ihnen gesetzliche, berufliche und private Vorsorge ein finanziell selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen werden. Knapp ein Viertel meint, zu spät mit der Vorsorge begonnen zu haben.
Fast ein Viertel der Österreicher (23 Prozent) macht sich laut einer Swiss-Life-Umfrage um die eigene finanzielle Situation Sorgen; ein Jahr zuvor gaben dies 21 Prozent an.
Nur etwas mehr als die Hälfte (57 Prozent) blickt optimistisch auf ihre finanzielle Situation in zehn Jahren. Unter den Pensionisten gibt es noch weniger Optimisten (44 Prozent).
Diese jüngst veröffentlichten Daten wurden vom Marktforschungsunternehmen Bilendi unter 1.500 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren online erhoben.
Finanzielle Selbstbestimmung im Alter: Optimisten in der Minderheit
In puncto Altersvorsorge gehen nur 29 Prozent davon aus, dass die gesetzliche, berufliche und private Vorsorge ein finanziell selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen werden.
Von den 18- bis 29-Jährigen glauben das überhaupt nur 20 Prozent. Das sind um 12 Punkte weniger als ein Jahr zuvor.
„Damit ist das Vertrauen in die Altersvorsorge gerade bei jener Gruppe eingebrochen, für die frühzeitige Planung und Vorsorge besonders entscheidend wäre.“
Jeder Vierte meint, zu spät mit Vorsorge begonnen zu haben
Fast ein Viertel (23 Prozent) ist im Rückblick der Ansicht, zu spät mit der Altersvorsorge begonnen zu haben.
30 Prozent meinen, ihren Ruhestand finanziell gut geplant zu haben. Das bedeute zwar einen leichten Anstieg, der Anteil bleibe damit aber dennoch gering, kommentiert Swiss Life Select Österreich. Besonders bei Teilzeitbeschäftigten (21 Prozent) und Frauen (26 Prozent) sind die Anteile kleiner.
„Zum Vergleich: 30 Prozent der Vollzeitbeschäftigten und 35 Prozent der Männer fühlen sich gut vorbereitet“, wird berichtet.
Fehlannahmen und Versäumnisse
„Auffällig“ bleibe auch, wie es um die Gesprächskultur rund um Geld steht: Nur etwa ein Fünftel spreche regelmäßig mit Familie oder Freunden über Finanzthemen.
Viele Entscheidungen würden isoliert getroffen – und seien damit „anfälliger für Fehlannahmen und Versäumnisse“.
Zusätzliches Finanzwissen wünscht sich der Umfrage zufolge mehr als ein Viertel.
„Transparente Analyse, umfassende Aufklärung“
„Der Wunsch nach finanzieller Selbstbestimmung ist hoch, gleichzeitig nehmen Unsicherheiten zu – insbesondere bei jungen Menschen“, kommentiert Christoph Obererlacher, CEO von Swiss Life Select Österreich die Umfrageergebnisse.
„Entscheidend sind daher eine transparente Analyse, umfassende Aufklärung über Vorsorge- und Investmentmöglichkeiten und darauf aufbauend eine fundierte Finanzplanung“, so Obererlacher.

