Pensionskassen 2025: Rekordvermögen, weniger verdient
(kunid) Das verwaltete Vermögen der heimischen Pensionskassen stieg im vierten Vorjahresquartal erstmals auf mehr als 30 Milliarden Euro. Die Performance im Gesamtjahr lag mit 4,86 Prozent deutlich unter den 7,77 Prozent des Jahres davor. Die Zahl der Anwartschafts- und leistungsberechtigten erhöhte sich auf mehr als 1,13 Millionen.
Die heimischen Pensionskassen seien im Schlussquartal 2025 weiter gewachsen, so die heimische Finanzmarktaufsicht (FMA) in einer Pressemitteilung anlässlich der Veröffentlichung ihres Quartalsberichts für das vierte Quartal des Vorjahres.
Insgesamt waren im Jahr 2025 noch acht Anbieter am Markt tätig, fünf überbetriebliche und drei betriebliche Pensionskassen.
Zur Erklärung
Pensionskassen und Betriebliche Vorsorgekassen (BVK) in Österreich dienen der betrieblichen Vorsorge, unterscheiden sich jedoch grundlegend.
BVKs verwalten die Pflichtbeiträge der “Abfertigung NEU” (1,53 Prozent des Bruttolohns). Pensionskassen sind meist freiwillige, betriebliche Zusatzpensionen. Beide veranlagen Kapital am Markt.
Vermögen über 30 Milliarden Euro
Das Vermögen der Pensionskassen stieg im vierten Quartal auf 30.374 Millionen Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Dreimonatszeitraum davor um 2,72 Prozent entspricht. Damit wurde das dritte Quartal in Folge ein Vermögenszuwachs verzeichnet.
Der weitaus überwiegende Teil des Vermögens entfiel mit 27.624 Millionen Euro auf überbetriebliche Pensionskassen, die gegenüber dem Vorquartal 2,65 Prozent hinzugewannen. Betriebliche Pensionskassen wiesen ein Vermögen von 2.749 Millionen Euro aus (+3,48 Prozent gegenüber Q3).
Auf Jahressicht erhöhte sich das Vermögen aller Pensionskassen um 5,76 Prozent. Betriebliche Pensionskassen steigerten ihr Vermögen in diesem Zeitraum um 5,02 Prozent, die überbetrieblichen Pensionskassen verzeichneten einen deutlich höheren Zuwachs um 13,81 Prozent.
Die Veränderung des verwalteten Vermögens setze sich im Wesentlichen aus Beitragszahlungen, Pensionsleistungen, Zuflüssen aus neuen Pensionskassenverträgen und dem Ergebnis der Vermögensveranlagung zusammen, so die FMA.
Wie sich die Asset Allocation verändert hat
Die Pensionskassen hielten zu Ende des vierten Quartals 95,21 Prozent ihres Vermögens indirekt über Investmentfonds (Ende 2024: 95,28 Prozent). 32,16 Prozent waren in ausländischer Währung (nach Währungsabsicherungsgeschäften veranlagt (Ultimo 2024: 34,62 Prozent).
Durchgerechnet sind Aktien mit 42,21 Prozent des Gesamtvermögens weiterhin die größte Position; ihr Anteil ist 2025 deutlich gestiegen, ein Jahr zuvor hatte er nur 39,26 Prozent betragen.
Rückläufig entwickelte sich dagegen der Anteil der Schuldverschreibungen: dieser sank von 33,63 Prozent zu Ende des vierten Quartals 2024 auf 31,43 Prozent, bleibt aber zweitgrößte Position im Gesamtportfolio.
Der Anteil der Immobilienveranlagungen reduzierte sich geringfügig von 5,78 auf 5,67 Prozent, Guthaben bei Kreditinstituten sanken von 6,46 auf 6,26 Prozent.
Weniger verdient als im Jahr davor
Nachdem die Pensionskassen im Jahr 2024 mit 7,77 Prozent die beste Veranlagungsperformance seit 2019 erzielt hatten, konnten 2025 durchschnittlich nur 4,86 Prozent erwirtschaftet werden. Betriebliche Pensionskassen performten mit 10,59 Prozent deutlich besser als überbetriebliche mit 4,33 Prozent.
In drei Monaten (März, April und November) war die Gesamtperformance im vergangenen Jahr negativ. Die besten Monate waren Mai und Dezember mit jeweils rund zwei Prozent Monatsperformance.
Verbessert hat sich die längerfristige Entwicklung. Auf Dreijahressicht stieg die Gesamtperformance auf 6,34 Prozent, nach 1,18 Prozent für den Zeitraum 2022 bis 2024, der noch durch die Verluste 2022 belastet war. Die Zehnjahresperformance verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 3,19 auf 3,45 Prozent.
Für die Berechnung der monatlichen Pensionsleistung seien neben der Performance aber auch andere Faktoren wie versicherungstechnische Ergebnisse, die Höhe der Schwankungsrückstellung sowie Fehlbeträge aufgrund von Sterbetafelumstellungen maßgeblich, betont die FMA.

